Kunstverein Oerlinghausen - Archiv
Kunstverein Oerlinghausen
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Kunstverein Oerlinghausen - Eine Bürgerinitiative für die Kunst

Drei Jahrzehnte Kunstverein Oerlinghausen- das ist, nimmt man die Gründung der ersten Kunstvereine
im 19. Jahrhundert zum Vergleich, kein Aufsehen erregendes Ereignis. Nach außen hin.
Nach innen ist die Zeitspanne ausgefüllt mit vielen guten, zum Teil herausragenden Gelegenheiten der Begegnung
mit Kunst, mit Künstlerinnen und Künstlern. Diese Bürgerinitiative für die Vermittlung von Kunst hat in der Bergstadt
und weit darüber hinaus Spuren hinterlassen und ganz entschieden das kulturelle Leben geprägt.
Seit sich 1976 junge Oerlinghauser Bürger zusammenschlossen, haben rund 200 Ausstellungen interessierten
Mitbürgern die Auseinandersetzung mit und die Freude an zeitgenössischer Kunst ermöglicht.
Diese konsequente und von allen Mitgliedern ehrenamtlich geleistete Arbeit wird auch von den Künstlern geschätzt
und hat dazu beigetragen, den Kunstverein Oerlinghausen über die Grenzen der Region hinaus bekannt zu machen.
 
Das Haus

Nachdem in den ersten drei Jahren die Aula des Gymnasiums Ausstellungsraum war, wurde 1979
die erste Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Oerlinghausens eröffnet.
Die Geschichte dieses jüdischen Bet- und Versammlungshauses ist auch deutsche Geschichte.
Die Mitglieder des Kunstvereins sind sich dieser historischen Verknüpfung bewußt.
Dank ihrer Initiative konnte das Haus gerettet werden. Die Pflege und Erhaltung des 1985 renovierten
Gebäudes ist die eine Aufgabe, eine andere, die Erinnerung an die unrühmliche deutsche Vergangenheit
wachzuhalten, um jede Wiederholung zu verhindern.
Immer wieder haben Künstlerinnen und Künstler mit ihren Arbeiten dem Raum "geantwortet", haben direkt
für die Synagoge Bilder, Plastiken und Installationen entworfen, die Architektur und Inhalt zum Thema hatten.
Darunter sind Felix Droese, Günther Uecker und Gerd Winner zu nennen, Künstler von internationalem Rang,
aber auch namhafte Künstler, die in der Region heimisch sind, wie Peter Sommer und Fred Schierenbeck,
gehören in die Reihe derer, die sich vom Ausstellungsraum Synagoge in überzeugender Weise inspirieren
ließen. Sie stellten sich einer Aufgabe, die wohl auch in den nächsten Jahrzehnten einer der Schwerpunkte
in der Ausstellungstätigkeit des Kunstvereins sein wird.

Das Programm

Fünf Ausstellungen pro Jahr ermöglichen Künstlerische Leitung und Vorstand in ehrenamtlicher Tätigkeit
ihren Mitgliedern und allen kunstinteressierten Bürgern.
Ziel aller Unternehmungen ist es, gerade in einer lauten und oberflächlichen Welt Wege zu zeigen,
Augen zu öffnen und Sensibilität zu wecken. Neben arrivierten Malern und Bildhauern werden immer
wieder junge Künstler aufgefordert, ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit vorzustellen.
Kunst in der Diskussion ist eine Schule für Toleranz.
Lesungen, musikalische Veranstaltungen und Themenabende erweitern das anspruchsvolle Angebot
des Kunstvereins.


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